06.03.2020: Weltgebetstag
Weltgebetstag
Simbabwe

„Steh auf und geh“

lautet das Motto des diesjährigen Weltgebetstages, den Frauen aus Simbabwe vorbereitet haben. Die Republik Simbabwe (ehemals Rhodesien) liegt zwischen Südafrika, Botswana, Sambia und Mosambik, ohne direkten Zugang zum Meer. Das Land ist etwas größer als Deutschland; von den 14 Mio Einwohnern leben 1,6 Mio in der Hauptstadt Harare.

80% der Einwohner sind Christen. Simbabwe hat 16 offizielle Sprachen.

Das ehemalige Königreich Simbabwe (=Steinhaus) hat eine uralte Kultur, ist reich an Bodenschätzen (Gold, Platin), fruchtbaren Böden und Naturschönheiten (Viktoria-Fälle). Durch Unterdrückung, Ausbeutung, Vertreibung und Kolonialismus wurde das Land zerstört, die fruchtbaren Böden und die Bodenschätze teilten die Kolonialherren unter sich auf und die Einheimischen wurden in Reservate verbannt. Die Nachwirkungen sind bis heute spürbar, verschärft durch Mugabes Diktatur und die grassierende Korruption.

Simbabwe ist trotz seiner Bodenschätze heute eines der ärmsten Länder der Welt, hoch verschuldet, mit brachliegender Wirtschaft und Landwirtschaft. Die Inflation steigt ins Unermessliche und eine bis heute anhaltende Abwanderung ist die Folge.

Simbabwes Verfassung garantiert offiziell die Gleichberechtigung von Mann und Frau, de facto ist es immer noch eine patriarchalische Gesellschaft, die sich auch in Gewalt gegen Mädchen und Frauen mit Zwangsverheiratung, Polygamie und Diskriminierung zeigt.

Für die Frauen in Simbabwe ist die Hoffnung und das Vertrauen in die Zukunft stärker als alle Schwierigkeiten und Enttäuschungen. Den Zusammenhalt der Familie und Gemeinschaft nennen sie „Ubuntu“ = ich bin, weil wir sind!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst mit anschließendem landestypischen Essen am
Freitag den 6. März 2020 um 19.00 Uhr im Ökumenischen Gemeindezentrum Tamm.

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