MÄNNERVESPER SPEZIAL





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Auf den Spuren der Flößer - entlang der Enz

Donnerstag , 05. Juli 2018
Treffpunkt 17.30 Uhr
P & R Parkplatz Bahnhof

Frauen sind herzlich eingeladen
anschließend Vesper in der Gaststätte „Schellenhof“
Anmeldung bei G. Kurz Tel. 601420

Die Flößerei war über Jahrtausende die einzige Möglichkeit Holz von den Wäldern zu ihrem Nutzungsort zu bringen. Seit dem frühen Mittelalter ist sie im Schwarzwald nachgewiesen. Aus dem östlichen Teil wurden das Holz über die Enz, den Neckar und den Rhein bis nach Holland geflößt. Hierzu mussten die Flüsse durch den Bau von Wasserstuben, Schwallstuben, Wehren und Begradigungen floßbar gemacht werden.

Im 17./18. Jahrhundert erreichte die Flößerei ihren Höhepunkt, als die Holländer ihr Kolonialreich ausdehnten. Das Holz wurde für den Schiffsbau gebraucht, aber auch für die Erweiterung der Städte und Häfen. So stehen Amsterdam und Rotterdam auf Pfählen von Schwarzwaldtannen, diese wurden Holländertannen genannt. Aber auch krumm gewachsene Eichen waren hervorragend für den Schiffsbau geeignet.

Mitte des 19. Jahrhunderts war der Nordschwarzwald fast kahl. Es begann die Zeit der Wiederaufforstung, im Wesentlichen mit Fichten.
In Bissingen gab es einen Holzgarten. Von dort wurde das Holz nicht weiter geflößt, sondern über Land transportiert. 1770 wurde von dort eine direkte Verbindung zur neuen Staatsstraße 1 (heute B 27) zum Weiler Hohenstange gebaut. Sie ist heute noch als Holzstraße vom Ortsrand Bissingen bis zur Hohenstange als gerader Weg erhalten. Auf ihr wurde Bau- und Brennholz nach Ludwigsburg und Umgebung transportiert. Nach dem Bau der Eisenbahn (1853), der Westbahn, von Bietigheim ins ausländische (badische) Pforzheim verlagerte sich der Transport des Holzes mit der Zeit auf die Schiene. Somit kam es auch zu Orten, die nicht am Fluss lagen. 1913 fuhr das letzte Floß auf der Enz.

Der Abend
Herr Vogt, Stadtführer der Stadt Bietigheim-Bissingen, führt uns von der Rommelmühle über die Sägemühle der Enz entlang bis zum Beginn des Mühlkanals. An verschiedenen Stationen erzählt er uns die Geschichte der Flößerei und die damit verbundene harte Arbeit. Desweiteren erfahren wir, wie geflößt, für was das Holz genutzt wurde und wie die Lebensumstände der Flößer waren. Ein Floß war allein auf dem Rhein mehrere Wochen unterwegs. Wir hören auch, wie der Holzabbau sich auf den Schwarzwald ausgewirkt hat und wie die Wiederaufforstung geschah. Von der Enz gehen wir zum Vesper in die Gaststätte „Schellenhof“.

Anmeldung, Treffpunkt, Ablauf
Zu dieser Veranstaltung ist eine Anmeldung unter Telefon 07141/601420 bei Gerhard Kurz bis spätestens Sonntag, 02. Juli erforderlich. Treffpunkt ist um 17.30 auf dem P & R Parkplatz beim Bahnhof Tamm. Von dort aus fahren wir in Fahrgemeinschaften nach Bissingen zur Rommelmühle. Bei der Gaststätte „Schellenhof“ stehen Fahrzeuge, um die Fahrer nach dem Vesper wieder zur Rommelmühle zu bringen. Die Kosten für die Führung betragen 3,00 € je Person.

Bei starkem Regen findet die Veranstaltung nicht statt. Bei Unklarheiten bitte Anruf unter 0152/53409872

Das Team des Männervespers freut sich über die Teilnahme vieler Damen beim Männervesper Spezial.